Austritt soziale Netzwerke & Partei

826 Wörter Lesezeit ca 3 Minuten Enthält Werbung 26.12.2019
Autor:
Karim
Veröffentlicht:
26.12.2019


Hey, Danke fürs Anklicken!
Du siehst das wahrscheinlich, weil ich diesen Link in einem sozialen Netzwerk geteilt habe.

Kurzum: Ich habe die sozialen Netzwerke der Firma F. verlassen. Über die Zeit werde ich meine Profile löschen.
Auch habe ich mich dazu entschieden aus meiner Partei auszutreten.
Interessierst Du Dich nicht für meine Beweggründe, dann bitte ich Dich hier die Seite zu verlassen - Du hast nun die wichtigsten Informationen! 

Ich möchte vorab, bevor Du weiterliest, auch noch sagen, warum ich das öffentlich mache. Ich glaube Transparenz und öffentlicher Diskurs sind sehr wichtig - das sehen viele anders, weil sie angst davor haben.

Warum verlässt man die sozialen Netzwerke der Firma F?
Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht, besonders habe ich viele IT-Talente kennengelernt. Deswegen fühle ich mich im CyberSecurity Bereich richtig wohl!
Mit neuem Blick auf die Datenkraken und das Wissen um ältere Methoden der Datenauswertung Dank z.B. David Kriesel (Spiegelmining, Xerox Vortrag auf dem 33C3) wissen wir ja was passiert, wenn man zu viel Daten bekommt - ich würde ungern F. reicher machen! Ich habe über 100.000 Beiträge pro Jahr gelöscht! Zu mal




FBook ein totes Netzwerk ist und somit nicht mehr gebraucht wird. Das Netzwerk I. ist voll mit Amateuren und Influencern, aber auch kleinen Kindern.
Ich bin jetzt auf LinkedIn und tausche mich dort mit meinen Businesskontakten aus - denn ich möchte mich mehr auf meine Firma und die IT konzentrieren.

Was hat Dich zum Austritt aus der Partei bewegt?
Es gibt viele Punkte, die mich immer mehr stören und die dafür sorgen, dass ich mich immer weniger mit der Partei identifizieren kann.
Zum einen sei es auf Bundesebene die Inkompetenz und Arroganz der Partei, auf kommunaler Ebene die Ignoration von Beiträgen, aber auch das Bedrängen während der finalen Prüfungsphasen im Abitur.
Viel schlimmer ist aber, dass es nicht nur mir so geht, sondern ich viele kenne die bereits über Austritte nachgedacht haben. Darauf möchte ich auch noch konkret eingehen!

Konkret: Auf der Bundes-/EU Ebene ist leider nicht erkennbar, dass die Partei kompetent geführt wird bzw. überhaupt bestehen will. Sie ist den aktuellen Herausforderungen nicht gewachsen.
Das sieht man an AKKs Witzen über Homosexuelle und Transgender (bzw LGBT+) aber auch am schlimmsten eigentlich




der absolut schlechten Reaktion zum Rezo Video.
Dazu kommt, dass die Partei sich endlich neue Gedanken über das C im Logo machen sollte, da sie nichts mehr mit christlich oder so zu tun hat.
Auch zermürbende Diskussionen, ob man die WerteUnion (WU) und die Union der Mitte (UdM) verbannen könnte, waren total absurd und zeigen Inkompetenz. Teilweise gab es in der Partei sogar Gewaltexzesse.
Neben der Panne mit dem Rezo Video, ist die Schuldzuweisung an die treue JU von der Parteispitze schon damals ein nerviger Dorn gewesen. Die JU bemüht sich, kann jedoch nur die Fehler der Spitze ausbügeln.
Die Beliebtheit bei Jüngeren ist verschwindend gering und ganz ehrlich: das ist gut so! Die neuste Taktik ist es ja den Grünen am Po herumzuschnüffeln, was irgendwie absurd ist....

In der kommunalen Ebene habe ich zum Beispiel die erste Version der, vor der Sommerpause, breit angekündigten Digitalen Agenda ausgearbeitet - statt Diskurs wurde mein Beitrag vollkommen ignoriert.
Nach einer gewissen Zeit ist die ach so tolle Digitale Agenda der Fraktion in Vergessenheitgeraten - ist halt kein Thema womit man alte Wähler grabben




kann.


Ein weiterer Punkt ist halt die Drangsalierungen und eher schon Drohungen während meines Abiturs, in der Hochprüfungsphase, war ich eben inaktiv und das wurde mir beständig vorgeworfen. Es gab sogar Personen, die mir gedroht haben, dass sie mich aus der Partei herausschmeißen wollen würden, wenn ich nicht plötzlich antanze, trotz des  Wissens um das Abitur.


Ein weiterer Punkt ist, dass es eine Kollegin in der Fraktion gibt, die plötzlich zur Göttin der Digitalisierung erklärt wurde. Sie ist politisch sehr kompetent in meinen Augen und hat einen cooles Mindset aber hat mit Digitalisierung wenig bis gar nichts zu tun. Außer, dass sie ein paar Seminare besucht hat. Aus meiner Sicht besteht hierbei eine gewisse Unfähigkeit Fachkompetenzen zu erkennen und zu nutzen. In Unternehmen würde man das "Wissensmanagement" nennen. Natürlich bin ich eher der Typ der im Hintergrund arbeitet, aber vielleicht wäre es schlau nicht nur einen Politiker nach vorne zu schicken, sondern auch jemanden, der das Fachwissen aufweist .

Was auf jeden Fall fehlt, sind die Ideen, Innovationen und direkte Einbindungsmöglichkeiten von Mitgliedern. Der jetzige Vorsitzende betonte immer wieder auf sozialen Netzwerken,




dass er direkte Demokratie und Mitspracherecht der Basis nicht befürwortet! Er fürchtet wohl möglich um kurzfristige Entscheidungen und einen Verlust seiner eigenen Stimme.

Jedenfalls bei aller Kritik möchte ich auch sagen, dass die Mitstreiter sehr bemüht sind und viele Dinge sehr toll machen! Bemüht Euch keine homogene Gruppe zu sein und findet einen Weg Euch von den Grünen zu lösen. Versucht nicht nur zu verkaufen, sondern versucht Vision voranzutreiben!

Mir ist das leider nicht gelungen. Ich bin auch kein Fan davon mich spät abends, neben dem Mitgliedsbeitrag, mit Themen zu beschäftigen, die einfach niemanden interessieren - aber ich konnte wenigstens im Rahmen der Digitaldemokraten ein bisschen Veränderung vorantreiben!