Selbstzerstörung der CDU

680 Wörter Lesezeit ca 2 Minuten Enthält Werbung Politik 28.05.2019
Autor:
Karim
Veröffentlicht:
28.05.2019

Die CDU zerstört sich selbst, indem beständige PR Pannen den Ruf der CDU bei jungen Wählern noch mehr kaputt machen als ohnehin schon.

Mal ein paar Beispiele:

  • Als erstes die Äußerungen von Angela Merkel: "Das Internet ist für uns alle Neuland." (Q1)
  • "eSport ist kein Sport" (Abschaffung durch einen CDU Innenminister, Q7)
  • Reaktion auf das Video von Rezo "Propaganda", "Meinungsmache" und die 11 Seitige PDF der CDU als Antwort (Q3, Q5)
  • Herabwürdigung der FFF Proteste/Demos und Grünen-Wähler (Q6)
  • Die Äußerungen von Marlene Mortler auf die Nachfrage, warum Cannabis verboten sei:  „Weil Cannabis eine illegale Droge ist.“ (vgl. Q2)
  • AKK äußert sich nach dem Wahlkampf und fordert eine Regelung der "Meinungsmache" vor Wahlen für YouTuber / Influencer (vgl. Q3)  
  • Das Konrad-Adenauer-Haus (die Stifung der CDU) schiebt eiskalt die Schuld für die Wahlschlappe der EU-Wahl 2019 an die JU ab. Übersieht jedoch die Kommunikationsfehler. (vgl Q4)

Zusammenfassend: 

Es wurde verpasst Meinungen der jungen Generation in die Programme einfließen zu lassen. Diese Themen sind Klimaschutz, eSport und Digitalisierung sowie Soziales.

Stattdessen werden medial solche Ausartungen wie oben bekannt. Dazu die digitale Unfähigkeit und mangelnde Anpassung an Bedingungen. Die CDU bewegt sich wie eine Schlange. Windet sich




und dreht sich, in allen Positionen. Schließlich hat man sich jahrelang den Älteren zugewendet und die Jüngeren als "Bla-Bla" abgetan. Auf gute Fragen wird nicht geantwortet, sondern entweder wird ignoriert, "Propaganda/Meinungsmache" geschrien oder es wird das Gegenüber denunziert. 

Das rächt sich jetzt mit der Wahlschlappe bei der EU Wahl 2019. Doch stattdessen aus den Fehlern zu lernen, gibt es ein Gemetzel zwischen JU und CDU. Denn die erste Wahlanalyse beschuldigt die JU nicht genügend digitalisiert zu haben usw. Bezieht jedoch die schlechte PR von AKK und anderen politischen "Größen" fast nicht mit ein. Die Leute, die diesen Wahlkampf geführt haben, also die JU, die Landes- und Kommunalverbände, die ganzen Menschen werden von der CDU Spitze beschuldigt, beleidigt und gedemütigt - durch die Schuldzuweisung der Spitze.

Klingt ja noch harmlos, der Hammer kommt aber noch... dreist äußert sich AKK am Ende noch, dass sie die Meinungsfreiheit einschränken möchte. Für YouTuber vor der Wahl, da ja Rezo mit seinem Video tumult ausgelöst hat und 70 YouTuber sich angeschlossen haben. Sorry but what? Wir leben doch in einer Demokratie, hier darf jeder äußern was Sache




ist. Das gewährt der Artikel 5, Abs 1 GG (Meinungsfreiheit). Eine Partei soll diese Werte schützen, nicht einschränken. 

Für das Unvermögen der Spitze der Partei, kommen am Ende wieder andere auf. Es ist Zeit sich zu beschweren! Eine Partei sollte fähig sein zu antworten und nicht zu ignorieren. Ignoration, Denunzierung und Beleidigungen sollten niemals zum Instrument einer Partei werden, hier ist das geschehen, dafür gab es die Wahlschlappe. 

 

Die Lösung?

Die primäre Lösung wäre, dass der CDU Vorstand sich öffentlich entschuldigt und geschlossen zurücktritt. Danach ist es wichtig digitale Kompetenz massiv aufzubauen. Es ist notwendig mit anderen Meinungen umgehen zu können. Es ist aber viel wichtiger, dass die Basis eingebunden wird. Nicht nur durch eine scheinheilige "Zuhör-Tour" von jemandem wie AKK, sondern auch durch aktives zuhören, erfassen (!) der Positionen und kluges entscheiden. 

Beim digitalen Auftritt ist es wichtig überhaupt zu reagieren und zu antworten, das bedeutet "In-Time zu bleiben. Es ist auch wichtig, die Mitglieder untereinander zu vernetzen. Sei es durch Video-Konferenzen und durch Livestreams sowie Themengruppen. Das volle Potential muss genutzt werden, es muss auch geschaut werden, wohin die jüngeren Wähler abwandern.




Denn Netzwerke entwickeln sich, auch soziale Netzwerke. Das ist in der Realität nicht anders.

 


Quellen:

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kanzlerin-merkel-nennt-bei-obama-besuch-das-internet-neuland-a-906673.html (Q1)

https://www.tagesspiegel.de/politik/drogenbeauftragte-der-bundesregierung-marlene-mortlers-kampf-gegen-cannabis/20719404.html (Q2)

"Und die Frage stellt sich schon mit Blick auf das Thema Meinungsmache, was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten eigentlich für den digitalen Bereich", https://www.svz.de/deutschland-welt/politik/aeusserung-zu-meinungsmache-im-netz-cdu-chefin-bekommt-aerger-id24030797.html (Q3)

"Die Serie der Unentschlossenheit im Umgang mit Phänomenen wie ‚Fridays for Future’ und plötzlich politisch aktivierten YouTubern sowie vor allem der vorübergehende tiefe Einschnitt in der Wahrnehmung der CDU bei jüngeren Zielgruppen durch die Debatten zu den ‚Uploadfiltern’, einem vermeintlichen ‚Rechtsruck’ bei der JU sowie die medial sehr präsente, sogenannte ‚Werte-Union’ führten gleichzeitig zu einer deutlichen Abkehr der unter 30-jährigen Wählerinnen und Wähler" (https://www.welt.de/politik/deutschland/article194238723/Europawahl-2019-Kontroverse-zwischen-CDU-Zentrale-und-Junge-Union.html, Q4)

https://www.cdu.de/sites/default/files/media/dokumente/wie-wir-die-sache-sehen.pdf (Q5)

"Wenn die Erstwähler mal ihr eigenes Geld verdienen und selber spüren, wer das alles bezahlen muss, sieht die Wahl vielleicht auch wieder anders aus", https://www.tagesschau.de/inland/jugend-parteien-101.html (Q6)

"CDU: Innenminister will eSport abschaffen", https://www.computerbild.de/artikel/cbs-News-PC-CDU-Innenminister-will-eSport-abschaffen-22699787.html (Q7)

 

  • Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden